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Kräutermanufaktur aus dem Erzgebirge

Gewöhnlicher Löwenzahn - Taraxacum officinale

Der Löwenzahn - Seht der Löwenzahn - seht er ist ein Held - Seht der Löwenzahn - nichts schlägt ihn aus dem Feld ( Gruppe Reform, DDR 1982 )

Es gibt wohl kaum eine Pfanze, welche so verehrt oder gehasst wurde - wie der Löwenzahn. Bei vielen " Gärtnern " unbeliebt, weil er trotz zahlreicher Versuche, mit allen Mitteln diesen loszuwerden, immer wieder taucht er auf. Das liegt an der langen Pfahlwurzel ( 1 bis 2 m ), denn ob man ihn ausreißt oder ausgräbt, ein Stück Wurzel bleibt immer im Boden stecken.

Dabei geschieht dem Löwenzahn Unrecht- er ist unser heimisches Superfood mit zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen und sollte auf keinen Fall auf unserem Teller fehlen.

darf getrost am Kräuterberg wachsen - Löwenzahn ein Held

Dabei signalisiert die gelbe Blüte im Frühjahr pure Lebensfreude und ist ein wichtiges Bienfutter. Für 1 kg Honig müssen die Bienen 10000 Blüten aufsuchen.

Verwendet werden die Blätter, Blüten, Knospen und Wurzeln

Der Milchsaft ist nicht giftig, kann allerdings bei der Einnahme von größeren Mengen zu Magen - und Darmbeschwerden führen. Dies dürfte aber auf Grund der Bittstoffe, Harze, Tripertene problematisch werden.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Cholin, Inulin, Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin C

Eigenschaften: Abführend und Harntreibend

Anwendung bei: Allergien, Arteriosklerose, Bronchitis, Ekzeme, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gallenschwäche, Gallensteine, Gelenkerkrankungen, Gicht, Hämorrhoiden, Husten, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Magenschwäche, Nierensteine, Rheuma,, Verstopfung, Warzen, Wassersucht, Wechseljahrebeschwerden






                                                                                                                                                                   Bei Kindern sehr beliebt - die Pusteblume


Die jungen Löwenzahnblätter enthalten achtmal soviel Vitamin C, fünfmal soviel Eiweiß, doppelt soviel Kalium, Magnesium und Phosphor und 40mal soviel Vitamin A wie Kopfsalat. Daher sollte die frischen Löwenzahnblätter im Frühjahr in keinem Salat fehlen. Die noch geschlossenen Blütenknospen kann man in Öl dünsten - sehr nahrhaft!

Im Frühjahr enthält die Wurzel bis zu 20% Zucker und den höchsten Anteil an Bitterstoffen. Im Herbst steigt der Anteil an präbiotisch wirksamem Inulin in der Wurzel. Es ist für Diabetiker besonders verträglich, da es im Gegensatz zur Stärke wegen fehlender Enzyme nicht von unserem Verdauungssystem aufgeschlossen werden kann. So erhöht es den Blutzuckerspiegel nicht. Regelmäßiger Verzehr von inulinhaltigen Nahrungsmitteln soll zudem die Cholesterin- und Blutfettwerte senken, die Darmgesundheit fördern und beim Abnehmen helfen.

Im Herbst kann man die Wurzeln ausfraben, säubern und trocknen. Anschließend die Wurzel klein schneiden, rösten und zu Pulver vermahlen. Guter Kaffeeersatz. Der Inulingehlat liegt bei knapp 40 %.

Bekannt und beliebt ist im Frühjahr der Löwenzahnsirup, welcher aus den Blüten hergestellt wird. Ebenso kann man daraus Gelee oder Likör herstellen.

Der Löwenzahn ffindet bei uns in der Literatur bis zum 15. Jahrhundert keine Erwähnung. Lediglich in Ayurveda und in der chinesischen Medizin wir er bei  Leber- und Milchdrüsenentzündung oder auch bei Hepatitis und Harnwegsinfektionen eingesetzt.   

Löwenzahn wird auch als " Bettpisser " im Volksmund bezeichnet. Schon früh erkannte man die harntreibende Wirkung der Pflanze. Wolf Dieter Storl empffiehlt ebenfalls einen Tee aus der Wurzel und den frischen Blättern bei Nierenleiden, chronischer Arthrose und dgenerativen Wirbelsäulenbeschwerden. Morgens soll man auf nüchternen Magen einen Liter Tee aus der Wurzel und Blättern trinken. Ideal als Wochenendkur.

Vielleicht sehen wir in Zukunft den sprießenden Löwenzahn etwas entspannter beim Wachsen zu und wissen die Heilkräfte zu nutzen.

Quellen:

http://www.wildkrautgarten.de/2014/05/05/loewenzahn-beruehmtheit-mit-unbekannten-seiten/

https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/gewoehnlicher-loewenzahn/

https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_L%C3%B6wenzahn





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Taraxacum sect. Ruderalia