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Kräutermanufaktur aus dem Erzgebirge

Wegwarte oder Zichorie ( Cichorium intybus ) Heilpflanze 2020

Die gemeine Wegwarte gehört zur Familie der Korblütler  (Asteraceae) und kommt in Mitteleuropa vor. Sie wächst häufig an Wegrändern. Bestechend sind ihre blauen Blüten und die Blätter ähneln denen von Löwenzahn. Wuchshöhe ca. 30 - 150 cm.

 

                      Die Wegwarte ist die Urform des bekannten Gemüses Chicorees.

Wegen ihren bitteren Inhaltsstoffen wird sie für Leber - Galle - Darm genutzt. Bereits Hildegard von Bingen empfahl sie bei Verdauungsstörungen, Brustschmerzen und Heiserkeit. Und wer keine rechte Verdauung haben kann, soll Wegwarte und gleich viel Große Klette nehmen und an der Sonne oder auf einem feuerheißen Stein trocknen lassen und so zu Pulver machen. Diesem Pulver füge man ein Drittel von einer der beiden Zutaten an weißem oder getrocknetem Salz hinzu. Dann soll man mit Honig daraus eine Honigwürze machen und diese oft nach dem Essen und zur Nacht trinken, und der Betroffene wird seine Verdauung zur rechten Zeit haben, weil die Wärme dieses Krauts und die Wärme der Großen Klette zusammen mit den Kräften des Salzes und des zubereiteten Honigs jene Kälte, die dem Magen die Verstopfung bringt, abmildert und löst. Und auf diese Weise taugt das Kraut zu Arzneien, wenn Gott es nicht verbietet.“                                                                                                                                       Die offenen Blüten sind eine ideale Bienenweide

Paracelsius empfiehlt sie bereits als schweißtreibend, Kneipp bei Magen-, Darm- und Lebererkrankungen. In der  Pflanzenheilkunde wird sie zur Stimulierung und zur Heilung von Milz, Leber oder Galle eingesetzt, bzw auch zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen angewendet.

Volksmedizinisch wird die Wegwarte zur Entgiftung genommen. Ideal als Tee mit Löwenzahnwurzel.

Mit 70 % igen Alkohol angesetzt kann man sie bei Verdauungsstörungen und zur Anregung des Galleflusses einsetzen.

Wegwartenwurzeltee: 1 /2 getrocknete Wegwartenwurzel in kalten Wasser ansetzen zum Sieden bringen und 5 Minuten Ziehen lassen. ( 2 x täglich 30 min. 1 Tasse vor den Mahlzeiten einnehmen )

Die Wurzeln kann man in eiem Weißwein ansetzen, 2 - 3 Wochen Ziehen lassen und anschließend Abseihen. Täglich trinkt man davon ein Schnapsglas bei Magenbeschwerden.

Die Wegwartenwurzel kann man gemahlen und geröstet als Kaffee verwenden.  Als Erffinder des Zichorienkaffees ( Muckefuck ) gelten der Offizier Christian von Heine aus Holzminden und der Braunschweiger Gastwirt Christian Gottlieb Förster, die um 1769/70 Konzession für den Betrieb von Zichorienfabriken in Braunschweig und Berlin erhielten.



Quellen: Wikepedia, Landapotheke 01 /2020




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